
Ein Kind, geboren aus Licht und Schatten, Hoffnung und Furcht – zu verletzlich für eine Welt, in der selbst Götter einander verraten. Persephone verließ die Unterwelt, doch sie sprach nie das Ende aus. Denn es war kein Ende, nur ein Riss, der sich wie Frost über alles legte. Ihr eigener Vater hatte sie einst verraten – und sie wollte nicht zulassen, dass ihr Sohn das gleiche erfahren müsste. Es fiel ihr nicht leicht, Hades zu verlassen. Er war ihr König. Ihr Gefährte. Ihr Spiegel. Aber sie konnte nicht bleiben. Nicht, wenn sie glaubte, dass der Schatten ihn verschlingen würde, ehe er je eine Hand nach seinem Sohn ausstrecken konnte.
Etwas in ihm wollte sie suchen, nachdem sie ging, aber er unternahm nichts dergleichen. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Liebe. Und vielleicht auch weil er sich schuldig fühlte dafür, dass er sie einst genommen hatte, anstatt sie zu bitten. Doch nun – nach all den Jahren – ist der Moment gekommen, dem Schweigen ein Ende zu setzen. Ob er bereit ist, sich seiner Vergangenheit und seiner Vaterschaft zu stellen, bleibt offen. Ebenso sehen ihm die restlichen Götter gespannt zu und fragen sich - ob er je eine Seite wählen würde.


Sein Vater? Tot. Hat sie gesagt. Ein einfacher Mensch, der gegangen sei, bevor Zagreus das Licht der Welt erblickte. Nicht weil sie grausam sein wollte sondern weil sie glaubte, ihm damit ein leichteres Leben zu schenken. Ein Leben ohne Götter, ohne Unterwelt, ohne Krieg. Ein Irrtum. Denn das, was in Zagreus schlummert, lässt sich nicht vergraben. Er ist gerade erst volljährig. Zorn flackert in seinen Adern wie Blitz und Flammen. Seine Kräfte brechen hervor – unkontrolliert, launisch, wild. Spiegelbilder zerspringen ohne Berührung, Pflanzen sterben, wenn er wütend ist und Tote flüstern seinen Namen, obwohl er sie nie gerufen hat. Er rebelliert ganz klar, es macht ihm vielleicht Angst, vielleicht aber auch findet er Gefallen an seinen Kräften und nutzt sie heimlich hinter dem Rücken seiner Mutter.
Doch nun, da das Gleichgewicht endgültig zu kippen droht, wird selbst der Schatten des Totenreichs von der Gier der Götter berührt? Ob er eine Seite wählt? Werden er und Persephone alles ungesagte zwischen ihnen klären und ihren Sohn gemeinsam einweihen?
Und Zagreus?
Geboren aus zwei Reichen – Licht und Dunkelheit, Leben und Tod.
Verlassen von seinem Vater, belogen von seiner Mutter, aufgewachsen ohne die Wahrheit. Persephone verschwieg ihm sein göttliches Erbe, nicht aus Bosheit, sondern aus Angst. Aus dem verzweifelten Wunsch, ihn zu schützen – vor einem Leben, das ihn zerreißen könnte. Doch jetzt, wo seine Kräfte erwachen, lässt sich die Wahrheit nicht mehr verbergen. Und mit ihr wächst die Gefahr.
Denn der Krieg ist gierig. Und ein Sohn von Hades ist eine Waffe, nach der sich vielleicht beide Seiten sehnen.
Persephone fürchtet nichts mehr, als ihn zu verlieren.
Nicht an den Tod. Sondern an die Götter. An ihre Spiele.
Zagreus ist kein Krieger. Noch nicht. Doch was geschieht, wenn er gezwungen wird, Stellung zu beziehen? Wenn er den Vater trifft, den er nie kannte – und sich zwischen Licht und Schatten entscheiden muss?
Lasst es uns gemeinsam herausfinden!
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Zu aller erst, - schön, dass du bis hierhin gelesen hast.
Wir sind Chrissi und Lil, haben schon etliche Jahre in der RPG Welt verbracht. Wir lieben es zu plotten als auch über Charaktere zu quatschen. Gerne schreiben und unterhalten wir uns auch außerhalb des RPGs mit unseren Postingpartnern.
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